Modulare Speicher: Klein anfangen und später aufstocken
Die Speichergröße ist die Entscheidung, die Kunden am schwersten fällt. Bei modularen Systemen muss sie nicht für zwanzig Jahre stimmen, sie muss nur für heute stimmen.

Wie groß soll der Speicher sein? Diese Frage entscheidet über mehrere tausend Euro, und sie wird an einem Küchentisch beantwortet, an dem niemand weiß, ob in fünf Jahren eine Wärmepumpe im Keller steht oder ein E-Auto vor der Tür. Bei modularen Systemen ist das weniger dramatisch, als es klingt.
1 · Das Größenproblem
Die Faustregel lautet: etwa 1 kWh Speicher je 1.000 kWh Jahresverbrauch. Für einen Vier-Personen-Haushalt sind das grob 4 bis 5 kWh, mit Wärmepumpe oder E-Auto eher 8 bis 12 kWh. Nur beschreibt diese Regel Ihren Verbrauch von heute. Zu groß gekauft heißt: Sie zahlen für Kapazität, die den halben Jahresverlauf ungenutzt bleibt. Zu klein gekauft heißt: Der Speicher ist im Sommer um 15 Uhr voll und der Rest wandert für wenige Cent ins Netz.
2 · Wie ein modularer Speicher aufgebaut ist
Ein modularer Speicher ist kein großer Kasten, sondern ein Stapel gleicher Blöcke. Ganz oben sitzt eine Kopfeinheit, die den Stapel mit dem Wechselrichter verbindet, darunter kommen die Batterie-Blöcke. Reicht die Kapazität nicht mehr, kommt ein weiterer Block dazu, ohne dass die restliche Anlage angefasst wird.
Beim SolarEdge-System, das wir aktuell verbauen, bringt ein Block 4,9 kWh. Ein Stapel trägt bis zu vier Blöcke, an einem Wechselrichter hängen bis zu vier Stapel. Das ist ein Mehrfaches von dem, was ein Eigenheim je braucht. Die Obergrenze wird nie zum Thema, egal wie sich Ihr Verbrauch entwickelt.
3 · Wann sich Aufstocken lohnt
- Eine Wärmepumpe kommt dazu, der Winterverbrauch steigt deutlich
- Das erste E-Auto steht vor der Tür und soll möglichst mit eigenem Strom laden
- Die Anlage wird erweitert, etwa auf Garagen- oder Carport-Dach
- Im Monitoring sehen Sie über Monate, dass der Speicher fast täglich früh am Nachmittag voll ist
Der letzte Punkt ist der ehrlichste Maßstab. Nach einem Jahr Betrieb wissen Sie und wir aus den Daten, ob Kapazität fehlt, vorher ist alles Schätzung. Deshalb ist es kein Fehler, mit der kleineren Variante zu starten.
4 · Worauf Sie beim Angebot achten sollten
„Erweiterbar" steht in vielen Angeboten. Fragen Sie nach, was das konkret heißt: Bis zu welcher Kapazität geht es, ohne den Wechselrichter zu tauschen? Müssen ergänzte Blöcke aus derselben Baureihe stammen? Und wie lange gibt der Hersteller die Blöcke noch her? Ein Speicher, dessen Baureihe in drei Jahren ausläuft, ist praktisch nicht mehr erweiterbar.
Genauso wichtig ist die Verkabelung. Wenn wir eine Anlage bauen, planen wir Platz und Leitungswege gleich so, dass später ein Block dazupasst. Das ist bei der Montage schnell erledigt.
5 · Fazit
Ein modularer Speicher nimmt der Größenfrage den Schrecken. Sie starten mit dem, was zu Ihrem heutigen Verbrauch passt, und wachsen mit, wenn sich das Leben ändert. Was in unserem Speicher-Paket enthalten ist und was eine Erweiterung kostet, steht auf der Seite Stromspeicher.
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